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  • Medaillen: zum Ruhme des Systems.

    Jahrzehntelang haben die Blockgegner mit riesigem Aufwand olympische Sieger produziert: zum Ruhme des Systems. Das tut Deutschland immer noch. Mit dem Blick auf den Medaillenspiegel: A grand don’t come for free. Und das Geld dazu sicher nicht aus Idealismus.

    Чернобыльская

    Auf Youtube ist eine beeindruckende und umfangreiche Dokumentation zu Tschernobyl aufgetaucht. Sie beleuchtet ausführlich den Unglückshergang, die vollkommene Überfordung der Regierungen im Osten wie im Westen durch die Situation und die noch immer nahezu unverändert vorhandenen Nachwirkungen. Obwohl seit dem 26. April 1986 fast 25 Jahre vergangen sind, zeigt sie nachdrücklich, dass dieses Unglück keineswegs Vergangenheit ist. Es ist in seinen massiven Nachwirkungen noch immer gegenwärtig und wird es auf hunderttausende Jahre sein.

    Die ersten drei Teile nach dem Klick, der Rest auf Youtube.

    Uni brannte VI: Protest und Geltung.

    53 Tage besetzte Hörsäle in München – der letzte davon liegt fast genau einen Monat zurück, da kommt, endlich!, ein erstes ganz konkretes Zeichen der bayerischen Landespolitik: Die Kürzung des laufenden Zuschusses an die Studentenwerke.

    Der versandete Protest: What went wrong? Ein Fazit.

    Bitter nötiger Abgesang.

    Es gäbe viel kritisches zu sagen über das ge-re-launchte SZ-Magazin, und seine Rubriken – in der jüngsten Ausgabe landete der ex-jetztler Tobias Kniebe aber einen Volltreffer: 50 Zeilen über die Misere namens FDP. Und warum sich diese Partei spätestens jetzt als ärgerlicher Irrationalismus entlarvt hat. Kurz und gut: Mehr gäbe es auch gar nicht zu sagen.

    How the news are made…

    Did you ever wonder if there actually is some sort of magic cookbook after which all this fancy, shiny and professional newsstuff you get on TV every day is done? Well, wonder no more, because BBC Four’s Charlie Brooker will in an astoningishly investigative piece of news journalism reveal the very secret of professional news journalism to you.

    Of course – right after the click.

    Unibrand im Radio

    fallen/legen mal wieder hörbar – diesmal politisch: Im Freien Radio Stuttgart kümmern sich Asja und Jörg, selber Studenten und Protestierende, um das Thema Bildungsstreik. Unter anderem dabei: Unsere Unibrennt-Reihe.

    Einschalten und zuhören am 20.1. zwischen 15 und 16 Uhr unter: 99,2 MHz UKW im Raum Stuttgart, oder www.freies-radio.de im Netz.

    “Denn Verdrängung ist das oberste Prinzip: Das Asylwesen wird von der Abschiebung her gedacht, der Asylwerber in der öffentlichen Wahrnehmung ausschließlich als (potenziell) krimineller Fremdkörper empfunden, der möglichst auszuscheiden ist.”

    In Österreich diskutiert man die Einrichtungen großer “Erstaufnahmezentren” beziehungsweise “Bundesbetreuungseinrichtungen”, beides wohl bloße Euphemismen für “Lager”, für Asylbewerber. Einen informativen Einblick in die Diskussion und deutliche Worte zu ihrer Instrumentalisierung bietet Markus Otti auf farblos: Eberau – Anatomie einer Schweinerei.

    Die unentdeckte Seltsamkeit.

    …und erst jetzt komme man nicht umhin, sich einzugestehen, daß hier etwas spinnt. Die Zeichen wären deutlich, es sei soweit: Es komme nun eine Seltsamkeit.

    In Kopenhagen, Dänemarks schöner Hauptstadt am kleinen Sund, ist vor Weihnachten mal wieder eine Klimakonferenz gescheitert. Zum zweitägigen großen Entsetzen, und der baldigen Rückkehr zur Tagesordnung. Mal ehrlich: Zu unser aller Beruhigung. Große Politik, kleine Gedanken – zu großer Popmusik. Ist doch alles wie zu Hause.

    Leistung: Das missverstandene Prinzip. [Teil 2]

    Fortsetzung von Dienstag: Warum das, was wir leisten den eigentlichen Sinn menschlicher Arbeit verfehlt.

    Mit anderen Worten:

    …da schreiben wir ja nun auch schon einige Zeit zum Thema Bildungsstreik – aber anerkennen muss man, wenn jemand die Sache auf den Punkt bringt; neidlos.

    Ein beeindruckender Beitrag zum Thema “Unibesetzung” und “auf den Punkt” kam aus völlig unerwarteter Ecke: Im sonst ziemlich bräsigen Veranstaltungsheftchen “inMünchen” schreibt der Schriftsteller Michael Sailer einen “Vorschlag zur Güte”, der so messerscharf zynisch gütlich ist, dass er trotz des Steckenbleibens im Halse eigentlich geschluckt werden muss.

    Zum Thema Leistung und Bildung gleichermaßen: Michael Sailer – Ein Vorschlag zur Güte.

    Leistung: Das missverstandene Prinzip. [Teil 1]

    Es ist eine Konvention: “Leiste was, dann bist du was. Leiste nichts – und du bist raus”. Eine ganze Gesellschaft folgt, hat Angst, schlechte Gewissen und brennt aus. Und hat vergessen: Leistung bekommt erst durch ihr Ziel Sinn.

    Content/Inhalt

    In der pathosgeladenen Debatte um die “Zukunft der Medien” tauchen zwei Begriffe immer wieder in synonymer Verwendung auf: Content und Inhalt. Ihre Synonyme Verwendung offenbart ein grundlegendes Missverständnis darüber was Texte sind, was Medien leisten und wo ihre Zukunft liegen kann.

    Weiter-klick.

    Poverty is the new Pink

    Amnesty International launched a site to rise awareness for global inequality and poverty. The campaigns claim is “Poverty is modern” and aims at the fact that although we live in very modern times today, we are still haunted by quite archaic problems such as global poverty and inequality.

    More info and some impressions after the click.

    via nerdcore

    Die Welt in der wir leben:

    Wenn amerikanische Börsenmakler sich bewaffnen und afrikanische Piraten an die Börse gehen, wo ist dann eigentlich noch der Unterschied?

    Mina, rette die schweizer Demokratie!

    Mit schöner Regelmässigkeit wird auch in Deutschland die Forderung nach “mehr Demokratie” laut. Mit “mehr Demokratie” ist vor Allem mehr direkte Demokratie in Form von Volksbegehren und -entscheiden gemeint. Dass man auf Grund möglicher Defizite einer repräsentativen Form der Entscheidungsfindung deren direkte Formen nicht idealisieren sollte zeigt aktuell das Beispiel der Schweiz.

    Gedanken zur direkten Demokratie, klick, klack.

    Uni brennt V: Der große Traum, die nächsten Schritte.

    Die Forderungspapiere sind geschrieben, die Demonstrationen institutionalisiert – das Warten auf spürbare Reaktionen der Politik kann nun Zeit in Anspruch nehmen. Zeit, die Idee hinter der Bewegung auszuformulieren: Die ist nämlich größer, aktueller, gesamtgesellschaftlicher und realistischer als man denkt. Die Fäden zwischen Working-Poor, Manager Burn-Out, Nationaltorwartsdepression und Bologna verbinden sich.

    Ein angenehm unangenehmer Holländer…

    … ist dieser Rob Savelberg, den Torben auf BlogSprache gerade zu seiner Frage an Angela Merkel bezüglich der Vertrauenswürdigkeit von Bundesfinanzminister Schäuble im Speziellen und dem Potential zur kritischen Nachfrage der deutschen Presse im Allgemeinen interviewt. Und dabei fallen bemerkenswerte Absätze wie der folgende:

    “Unfassbar, dass er zur Prime Time im öffentlichen Fernsehen so einfach davon kommt. Frau Illner betreibt Selbstzensur. Hat sie Angst, ihren Job zu verlieren, wenn sie die Politiker mal richtig zur Rede stellt, anstatt höflich zu lächeln im Plauderkränzchenstündchen?”

    So herrlich direkt, das macht doch Lust auf mehr, oder?

    Staatsbürger/Bürgerstaat?

    Um nicht zu viel vorweg zu nehmen, so sieht es aus wenn die Berliner Polizei ein besetztes Haus räumt. Was haltet ihr von diesem Bild? Ist das angemessen? Überzogen? Richtig? Falsch? Hat es einen Aussagegehalt in bezug auf das Verhältnis Staat – Bürger?

    Was meint ihr?

    via und Bild (cc) spreeblick

    INSM? Weissgarnix!

    Nicht nur in der Bildung, auch im Gesundheits-, Sozial- und Rentensystem kann nur noch ein Grundsatz gelten, wir müssen: Sparen, sparen, sparen! Sonst wachsen uns die Schulden über den Kopf, oder?

    Die klassische und eine alternative Perspektive auf unser Schuldenproblem, nach dem Klick.

    Uni brennt IV: Ziele. Groß. Realistisch?

    Zwei Wochen sind die deutschen Unibesetzungen nun alt, die guten Nachrichten reißen noch nicht ab: Zehntausende am Dienstag auf der Straße, über 50 deutsche Unis besetzt. Und noch während die Welle rollt, durchlebt die Bewegung ein Altern im Zeitraffer: Schon jetzt müssen Flügelkämpfe absolviert werden. Muss zwischen dem ganz großen Plan und eher konservativem Pragmatismus abgewägt werden. Erhöht die Bundesbildungsministerin das Bafög – und will Hochleistungsstudenten stipendieren.

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  • Windhunde – Teil Drei

    Grüß Gott, und den Elektro im Ohr. Erzählungen zwischen Nieder- und Oberbayern, mit Exzess und Extase gegen Tragik und Tristesse. Die zweite große Geschichte, das Finale:

    Windhunde – Teil Drei

    Neue Bekannte (spzl edtn): Das verbotene Tape

    “Outtakes” und ein letztes Mal Göteborg: All das, was uns die Gema-Wirtschaft verwehrte – in 16 Einzeldownloads. So von Jose Gonzalez über Audrey bis Afraid of Stairs.

    Klangraum Vol. 3: Göteborg

    Wie klingt Schwedens zweitgrößte Stadt? – 15+1 x Musik aus Göteborg zum Gratisdownload.

    Der Abschluss der Schwedenwochen. Mit Once We Were, Lars Ludvig Löfgren, Holmes, einem speziell geschriebenen Song von We Are Soldiers, We Have Guns und ein paar der besten Newcomern Westschwedens.

    Also available in English.

    Wortraum Göteborg / Texttape Göteborg

    Aus kurz oder weit, Worte zum Klang: Göteborg aus den Perspektiven dreier verschiedener Schreiber – unter anderem aus der Oskar Hanskas, Schwedens Poetry-Slam-Meister des Jahres 2009.

    Dienstagsfilm – Jalla! Jalla!

    Immer, wirklich immer, wenn ein Film damit beginnt, dass für seinen Helden einmal alles glatt, rund und ruhig zu laufen scheint, kann sich der Zuschauer sicher sein, dass das nur die Rutschbahn ist von welcher der Held bald ins heillose Chaos stürzen wird.

    Neue Bekannte (19): Royal Train – Early Snow

    Das Geräusch vergehender Zeit: Oscar Jacobsson aus Kristianstad schmilzt das Brummen der Minuten in kühl strömende Ambienttracks.

    Das vorletzte Schwedenwochen-Sonntags-mp3.

    Gute Dinge wachsen lassen.

    Neue Bekannte, Dauergäste: Ein paar mal kamen in den letzten Wochen Bands des schwedischen Knoppar-Labels in unserer Sonntags-Rubrik vor.

    Keine Namen, keine Zwänge, viel Vertrauen; etwas wachsen lassen: Ein anonymes Interview: “Wer sich für gute Musik interessiert, wird früher oder später über Knoppar stolpern”. Vielleicht hier.

    Neue Bekannte (18): The Eyeshades – The Riot

    Schwedenwochen: Die binnenschwedische Art ein Saxophon zu blasen – Poptradition statt Kalkülschmalz.

    Der Riot der Eyeshades zum Gratisdownload. In Teil V der fallen/legen-Schwedenwochen.

    Mit dem Fahrrad zum Meer.

    Dinge, die die Narbe der Zeit tragen. Wie Fredrik Karlsson Solanders Debütalbum aufgenommen hat, und woher die Bilder in den Songs stammen: Antworten im fallen/legen-Interview.

    Schwedenwochen Teil 4: Auf deutsch. And in english.

    Dienstagsfilm – Nord

    Jomar träumt nicht, er säuft. Säuft und schluckt Tabletten, damit er nicht mehr träumen muss, damit er sich nicht mehr erinnern muss. An die Zeit als er noch Träume hatte, Träume von Abenteuer und Liebe, Träume die zerplatzt sind, als ihn irgendwann das Gewicht der Welt fast zerdrückt hat. Ein Gewicht das gerade in der skandinavischen Einsamkeit so unheimlich schön und unerträglich drückend erfahrbar wird.

    Klick.

    Neue Bekannte (17): Moscow Olympics – Cut The World

    Eine besondere Art Verbindung ist jene, die selbstgewählt ist – oder die sich die Verbundenen scheinbar schicksalhaft selbst ausgewählt hat: die Band Moscow Olympics hat nicht nur ein schwedisches Label, sondern soviele Göteborger myspace-Freunde, dass man falsche Schlüsse über ihre Herkunft ziehen könnte. Dabei kommen die Musiker… von den Philippinen.

    Schwedenwochen Teil II, Schweden im Geiste: Moscow Olympics’ Cut The World als Sonntags-mp3.

    Nach Sibirien schrumpfen.

    Im Sommer 2008 waren Fredrik die Paradiesvögel der Bühnen Südschwedens – oder der gesamten Indieszene: Wild und märchenhaft wuchernde Songarabesken, vorgetragen von einer post-modernen fahrenden Musikantensippe. Zum Auftakt der Trilogi-Europatournee schälen sich gerade noch zwei Menschen aus einem Kombi – und die Live-Exotik der Musik ist aus einem mittelalterlichen Sagenbuch in sibirische Eiswüsten weitergewandert.

    Fredriks Zwei-Mann-Europapremiere im Erfurter Stadtgarten: Klick.

    Schwedenwochen.

    In Schweden regnet es gerade. Es ist neblig, kalt und dunkel. Und wahrscheinlich scheitert in diesem Moment sogar die Ystader Polizei bei der Kriminalitätsbekämpfung.

    Als Gegenmittel haben wir unsere Schwedenwochen im Angebot: Den ganzen Februar Interviews, Konzertberichte, mp3s und den Klangraum Göteborg: Solen alltid skiner i nättet. Mehr Programm: Hier.

    Dienstagsfilm – Cashback

    Auch in Cashback träumt ein Junge von Frauen – von nackten Frauen. Zweifelsohne ein perverser Skandal und ein Grund diesen Text weniger als ein Review, denn als eine kleine Erwiderung an jene, die in diesem verträumten Film unbedingt eine machochistischen Porno sehen wollen, zu gestalten.

    Nackte! Frauen!, ein bisschen Geschlechterphilosophie und der Trailer nach dem Klick.

    Schall und Wahn: Neue Episoden.

    Die Tocotronic 10-Tages-Bilanz: 18 Durchläufe. Und einmal auf schillerndem Teppich ganz bei sich sein.

    Schall und Wahn und Worte, Kritische Theorie für die Ohren: das Kurzreview.

    Neue Bekannte (16): Sykur – Sykur

    “All we know about this band called Sykur is that they’re from Reykjavik, their name translates to “sugar”, they’re completely geeked out laptop electronica heads, they come off as terribly young and not so bad looking…“ schrieb der „the culture of me“-blog Ende 2008. Wesentlich weiter ist die Forschung in der Zwischenzeit nicht gekommen.

    Die letzten Sonntags-mp3s des Januar: Sykur und Swedish Snowboard Girl von Sykur.

    Windhunde – Teil Zwei

    Grüß Gott, und den Elektro im Ohr. Erzählungen zwischen Nieder- und Oberbayern, mit Exzess und Extase gegen Tragik und Tristesse. Die zweite große Geschichte:

    Windhunde – Teil Zwei

    Dienstagsfilm – Science of Sleep

    Orientierungslos und unsicher, es scheinen diese zwei Adjektive zu sein, die viele Männer Anfang 20 am Beginn dieses Jahrtausends passend charakterisieren. Sie treffen ebenso auf Xavier zu, den wir letzte Woche begleitet haben, wie auf Stéphane, der uns diese Woche begegnet. Stéphane den Träumer, der sich nach dem Tod seines Vaters fast total in die kindliche Welt seiner Phantasie zurückgezogen hat und es von dort wohl nie zu Protagonisten in einen Film geschafft hätte, wären da nicht seine Mutter, Frankreich und Stéphanie.

    Der Dienstagsfilm – Science of Sleep, mit Text, Bild und Trailer nach dem Klick.

    Neue Bekannte (15): Well Done, Jackson Pollock – Untitled #2

    Sie sind “sechs, sieben oder neun” an der Zahl, haben im Internet keine Namen, und werfen für die ersten Myspacetracks verdammt weit. Vielleicht sogar schon “groß”, der Wurf. Well done, Well Done, Jackson Pollock. Von der Band wird noch zu hören sein.

    Zum Beispiel: in Ausgabe #15 des Sonntags-mp3s. Gleich hier.

    Dienstagsfilm – L’Auberge Espagnole

    Man muss ja auch nicht immer verlorengehen, auf so einer Reise. Vielleicht, vielleicht ist man anfangs etwas orientierungslos und unsicher auf was man sich da eingelassen hat. Nachdem man sich aber dann auf Land und Leute eingelassen hat läuft im Allgemeinen doch alles turbulent bis glatt, man verliert ein wenig und gewinnt umso mehr. Willkommen auf der größten Reise in Xaviers Leben, willkommen in seinem ERASMUS-Jahr in Barcelona, willkommen in L’Auberge Espagnole.

    Trailer, Bilder und ein bisschen Analyse nach dem Klick.