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	<title>fallen/legen &#187; klingenhören</title>
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		<title>[Konzepte für&#039;s Album:] Der Tag am Meer</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jun 2010 23:29:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Naumann</dc:creator>
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		<category><![CDATA[klingenhören]]></category>

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		<description><![CDATA[Vielleicht ist es schon ein Trend. Jedenfalls ist es ein Plan: Musik mehr transportieren lassen, als selbsterklärende emotionale Schnappschüsse... Unterhalb der magischen Plattenvertragsgrenze wird an Serien, Ideen und Themenkomplexen geschraubt. Das Konzeptalbum ist zurück - und es zeichnet nicht mehr Fiktionen nach, sondern Stimmungen, Zeitabschnitte - Lebensausschnitte.

<em>fallen/legen forscht in loser Folgen den noch im Untergrund schlummernden Stimmungsbildern nach. Zum Beispiel: <a href="http://fallen-legen.de/2010/06/konzepte-der-tag-am-meer">Ein Tag am Meer mit Drift:In:Slow:Motion - samt Interview.</a></em>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Es war ein eher übler Leumund: Der Plan, ein Konzeptalbum zu machen. Eine Idee für Popmusiker, die am Hungerast ihrer Kreativität baumeln. Elf Songs über Dinge, die rot sind&#8230; So klang das am Ende; die Idee &#8220;Konzept&#8221;.<br />
Ins neue Jahrtausend herein sieht das etwas anders aus &#8211; vielleicht liegt&#8217;s an neuen Medien. Oder an Filmtrends: Musiker spüren Momenten nach, und bauen willentlich aus einem Tag, einer Landschaft oder einem Gemütszustand ein Album. Mit neuen Mitteln, Klängen, wenig Worten. Und da ist es kein Zufall, dass das Wort &#8220;Album&#8221; auch die Bedeutung der &#8220;Fotosammlung&#8221; in sich trägt. Plötzlich macht das &#8220;Konzept&#8221; wieder Sinn: Wenn etwas Erlebtes oder im Schweiße des Angesichts Durchdachtes transportiert wird.<br />
Was Sinn trägt, braucht Hörer. fallen/legen sieht nach den neuen Konzepten&#8230; Teil 1: </em>D:I:S:M<em>&#8216;s </em>transfeeling<em>: Ein Tag am Meer.</em></p>
<p><em></em>Menschliche Erlebnisse, Eindrücke gibt es in unvorstellbarer Zahl: Die Vorstellung dessen, was 6 Milliarden Menschen jeden Tag an Einzigartigkeiten erleben, an Un-Nach-Vollziehbarkeiten&#8230; sprengt jede Vorstellungskraft. Ein Stimmengewirr, ein Gedankengewirr.<br />
Über manches dessen kann man sich aber einig werden, nach-vollziehen. Geteilte Stimmungsräume gibt es. Zum Beispiel: Das Meer. Der Strand, der heutzutage keine Funktion mehr hat &#8211; außer: Gedankenraum zu sein. Freiheit, Weite, Ewigkeit. Absenz von Pflicht.<em></em></p>
<p>&#8220;Ocean Shell on Ear&#8230;&#8221; steht auf <a href="http://www.myspace.com/driftinslowmotion">Drift:In:Slow:Motions myspace-page</a> unter der Rubrik &#8220;klingt wie:&#8221;. Und tatsächlich brummt es ab und an wie aus ozeanischen Tiefen. Ob&#8217;s die akustische Erinnerung der Muschel ist, oder eigene Kopf unter Wasser&#8230; Synthies, Computersounds. Digitales Frickeln und Wandern und Gitarren in möwenhafter Bewegung: Mal hoch ziehend, mal langsam durch den Sand im Kreis&#8230;</p>
<p>Halbdunkle Unterwasserbilder in <em>Blue</em>, organisches Akustikgitarrenpluckern in <em>Home</em> &#8211; vielleicht mit Blick auf das Strandhaus. Ein Langsamerwerden der Welt in <em>Below</em>, wie beim Herabtauchen ins tiefe Wasser von der Gitarre zum schwebenden Keyboard&#8230; Sieben Meeres-Lieder stehen auf der myspace-Page, ein bisschen Ruhe vom Ende der Welt haftet an allen. Bedenkt man, dass das Meer eben Stimmungsraum ist, und der Strand ein von der Industrie verlassener Raum: Was könnte auch besser passen, als <em>Ambient, </em>und die uneffizienten, geduldigen Strukturen von Post-Rock.</p>
<p>Und: Ob es Zufall ist, dass sich das Thema des Albums in der Aufnahmekonstellation wiederspiegelt?</p>
<p><strong>fallen/legen: Chris, was &#8220;erzählt&#8221; dein Album?</strong></p>
<p><em>Chris/D:I:S:M: Transfeeling</em> schwimmt in der Thematik: &#8220;A Day By The Ocean&#8221;. Jeder Track steht für ein bestimmtes Gefühl, das geweckt wird, wenn man einen Tag alleine mit dem Meer verbringt.</p>
<p><strong>Nach welchem Muster funktionieren die Songs &#8211; gibt&#8217;s einen konkreten &#8220;Inhalt&#8221;? Zum Beispiel bei Storm7, den wir hier <a href="http://fallen-legen.de/2010/06/neue-bekannte-30-dism-storm7.mp3">zum Download haben</a>? </strong></p>
<p>Also &#8216;Storm7&#8242; handelt von dem &#8220;Storm&#8221; der unerwartet aufzieht. Wie ein wankenes Schiff torkelt man durch Höhen und Tiefen&#8230;. am Ende wird allerdings alles wieder gut.<br />
Was erscheint, ist der ersehnte Ort und das Gefühl was man hatte, bevor der Sturm aufzog&#8230;</p>
<p><strong>Wie kams, dass du dir gerade das Meer als Thema ausgesucht hast? Steht dahinter ein ganz konkretes Erlebnis, oder eine besondere Affinität zu Wasser, oder&#8230;?</strong></p>
<p>&#8220;A Day By The Ocean&#8221;, das Motto, bedeutet für mich vollkommene Entspannung und Freiheit. Es gibt für mich nichts schöneres, als das Meer ganz alleine, fernab von Trubel und Alltag genießen zu dürfen. Und&#8230; nichts unerforschter, spannender, faszinierender&#8230; als der Ozean!</p>
<p><strong>&#8230;wie wichtig ist dabei das &#8220;allein&#8221;?</strong></p>
<p>Das halte ich für absolut notwendig! Nur so kannst du dich vollkommen gehen und &#8220;treiben&#8221; lassen, bist nicht abgelenkt und Träume und Gefühle können sich entfalten.</p>
<p><strong>Auf Deiner myspace-page steht auch dein Name allein &#8211; &#8220;spiegelt&#8221; sich das auch beim Aufnehmen, spielst du tatsächlich alles selbst ein?</strong></p>
<p>Ja, ich spiel alles selber und alleine ein, in meinem &#8220;Homestudio&#8221;&#8230; D:I:S:M ist schon so eine Arte &#8220;side-project&#8221;, ich spiel noch in der Band <em><a href="http://www.myspace.com/bitune">Bitune</a></em>, und arbeite außerdem mit <em>Amos</em> aus München zusammen. Allerdings nehm ich mein Projekt D:I:S:M sehr ernst. Ich möchte gern noch mehr Themen aufgreifen, und &#8220;musikalisch untermalen&#8221; &#8211; an Soundtracks bin zum Beispiel auch sehr interessiert.</p>
<p><em>Für einen eigenen Eindruck: Chris alias D:I:S:M hat uns einen Song zum freien Download vermacht: <a href="http://fallen-legen.de/2010/06/neue-bekannte-30-dism-storm7">Im Sonntags-mp3 #30</a>.</em></p>
<p><em>Titelfoto: Flo<br />
</em></p>
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		<item>
		<title>Neue Bekannte (30): D:I:S:M &#8211; Storm7</title>
		<link>http://fallen-legen.de/2010/06/neue-bekannte-30-dism-storm7/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Jun 2010 23:23:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Naumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[hinweisend]]></category>
		<category><![CDATA[klingenhören]]></category>

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		<description><![CDATA[Konzept und Musik. Geschichten dahinter - und <em>gut</em> ist Musik, wenn sie zupackt. So wie diese:

<em><a href="http://fallen-legen.de/2010/06/neue-bekannte-30-dism-storm7">Storm7 von D:I:S:M als Sonntags-mp3 #30. Diesmal nur bei fallen/legen zu haben.</em></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über Konzepte gibt es noch mehr zu sagen: <a href="http://fallen-legen.de/2010/06/konzepte-der-tag-am-meer">Dass D:I:S:M ein Ein-Mann-Projekt mit einem Konzept zum Thema Meer ist, zum Beispiel&#8230;</a> Aber zum hier Hörbaren schließlich auch: Storm7 erzählt eine Beobachtung. Von Wasser und Luft. Oder: Wellen und Sturm. Oder: Bewegung und Naturgewalt.</p>
<p>Mit dem verträumten Glitzern der gedämpften E-Gitarre fängt es an, die Füße im Sand, und aus den Bildern den Ton heruntergedimmt: Sonnenbeobachtungen am Strand &#8211; dann fegt der Sturm durch die Boxen, die Gedanken, peitscht Wasser und Sand auf, die in schneller Folge auf Schiffsplanken schlagen oder schmerzhaft in die Augen geraten. Mit der Kombination aus Schlagzeugschlägen und auf- und abschwankenden Gitarrenläufen, steigen die Wellen, und zerbersten klatschend.</p>
<p>Vorbei geht aber alles: Am Ende funkelt wieder die Sonne, und das Meer atmet ruhig und gleichmäßig&#8230;</p>
<p>Storm7 will tatsächlich genau diese Geschichte erzählen, das verrät <em>D:I:S:M</em>s Chris uns &#8211; aber das interessante an gut gemachter Konzeptmusik: Man kann sie erklären, sie kann für sich sprechen. Und: Sie funktioniert stumm. Als feines Stück Post-Rock, mit den träumenden Intro- und Outro-Streifen, den kräftigen Drums und den in die Magengrube stoßenden und den Hörer in die Luft zerrenden Gitarren. Ist schließlich <em>auch</em> eine erzählende Melodie einfach: Eine Melodie.</p>
<p><em>Diesmal übrigens eine Rarität als Sonntags-mp3: Ein noch nicht v.eröffentlichtes. Ende des Jahres erst soll das Debüt D:I:S:Ms erscheinen&#8230;</em></p>
<ul>
<li>Download: <a href="http://fallen-legen.de/_fl2/wp-content/uploads/2010/06/dism-storm7.mp3">(direkt von und erstmal nur bei fallen/legen)</a></li>
<li>myspace: <a href="http://www.myspace.com/driftinslowmotion">myspace.com/driftinslowmotion</a></li>
</ul>
<p><em>Titelfoto: Chris/D:I:S:M</em></p>
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		<item>
		<title>Neue Bekannte (29): Beat! Beat! Beat! &#8211; Fireworks</title>
		<link>http://fallen-legen.de/2010/06/neue-bekannte-29-beat-beat-beat-fireworks/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Jun 2010 20:15:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Naumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[hinweisend]]></category>
		<category><![CDATA[klingenhören]]></category>

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		<description><![CDATA[(Bayreuth, Uni Open Air) - Lessons learned from festival summer 20-10 Teil 2: Am Nachmittag auf einem Uni-Innenhof stehen, aussehen wie 17, und klingen wie die Foals (um review-technisch groß auszuholen) oder Miyagi (die kleine Assoziationslösung): 

Beat! Beat! Beat! <em>haben den girlieshirt-kompatiblen Namen und die flirrenden Dancefloorfüller, die es braucht um international gut anzukommen. Und ein vom NME gehostetes mp3 haben sie auch schon... Der Link: <a href="http://fallen-legen.de/2010/06/neue-bekannte-29-beat-beat-beat-fireworks">im Sonntags-mp3 #29.</a></em>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;und da ist die Angst des Bloggers vor dem Tipp: Hab ich hier etwa verschlafen, und erzähl etwas, wozu die Dancefloor-Hipster nur müde lächeln und ein &#8220;so 2005!&#8221; aus dem Pete Doherty-Hut ziehen.</p>
<p>Andererseits: Hipster sollen die Zielgruppe hier eh nicht sein, und das Bild des Samstag-Nachmittags spricht nicht für diese These: Auf dem Bayreuther Uni Open Air vom Samstag&#8230; standen vier sehr, sehr schmächtige Jungs auf der Bühne, vielleicht etwas im Stich gelassen von dem Sound, der über die nicht vorhandenen Giebel der frühbundesrepublikanischen Bildungsbauten hinweg wummerte. Und vom Publikum, dass eher Bodi Bill entgegenschmachtete&#8230;</p>
<p>So oder so: Die Playzahlen auf last.fm und internationale Kommentare lassen erahnen: Im Ausland sind Beat! Beat! Beat! schon eine kleine Nummer größer als am Ostrand Süddeutschlands. Und das kaum zu Unrecht. Denn <em>so</em> smart gemacht ist Pop Zucker auf einem Clubabend: Bass umarmt Gitarre und Schlagzeug im Stakkato, das Lead-Riff erinnert an die schmissigsten Foals &#8211; oder an den schließlich verdammt intelligenten Rock von Ter Haar. Da kann auch der Akademiker mitnicken.</p>
<p>Die Stimme hallt mit den Strobelights und an den Refrain passt, ganz organisch, noch ein &#8220;oh oh-oh!&#8221;. Ein Break zum Kopfwackeln und auf die Schuhesehen, und so ist Tanzmusik: Schön.</p>
<p>Das weiß allem Anschein nach vor allem der NME zu würdigen, und hostet schon mal den Song zur Beschreibung: Fireworks. Hype-Avantgarde. Antithesen, hee. Aber: Viel Spaß.</p>
<ul>
<li>Download: <a href="http://media.nme.com.edgesuite.net/audio/2009/july/Fireworks.mp3">Fireworks (via nme.com)</a></li>
<li>Myspace: <a href="http://www.myspace.com/beatbeatbeatband">myspace.com/beatbeatbeatband</a></li>
</ul>
<p>Titelbild:</p>
<p><em>Und ab nächster Woche: Zurück zum Träumen. Sonntags-mp3s mit Interview und Rätsel- und Sphärensounds. </em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>How to do a perfect festival gig, Immergut.</title>
		<link>http://fallen-legen.de/2010/06/how-to-do-immergut/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 23:54:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Naumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[hinweisend]]></category>
		<category><![CDATA[klingenhören]]></category>

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		<description><![CDATA[...oder: 'Leidenschaft, wir brauchen Leidenschaft'. oder: 'ships with holes will sink, but I will swim'.

<em>auch das neue Immergut ist verdammt nett. Und steht gern vor dem Spiegel. Und dann in der Mitte ein schottisches Feuerwerk. We Were Promised Jetpacks. <a href="http://fallen-legen.de/2010/06/how-to-do-immergut">Und andere Versprechungen im Rückblick.</a></em>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;soweit <a href="http://www.rollingstone.de/news/article.php?article_file=1275409411.txt&amp;showtopic=The">sind sich die Kommentatoren einig</a>: In Jahr #10 (und doch eigentlich auch schon #9 und 8 ) ihres Bestehens wurde die alte Liebe Immergut-Festival auf ihre alten Tage etwas konservativ. Gar nicht im Merkel-Wulff&#8217;schen Sinne &#8211; eher, dass das Bewährte gar so gut funktionierte: Tomte und Kettcar auf der Hauptbühne und dazu ein bisschen Kanada-Indie-Kollektiv. Und der alte Held Kemper (das Booker-Urgestein des Festivals) lamentierte noch ein wenig <a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/476785">über Gagenprobleme mit den jungen Bands, und das trend-dezentralisierte Business</a> und übergab dann das Zepter mit Würde.</p>
<p>&#8230;und nun, Lebensjahrzehnt 2. Neue Menschen am Ruder. Alles <em>ein wenig</em> anders. Nur <em>ein wenig</em>. Im Süden steht eine neue Bühne. Auf der auch gelesen wird. Eher harmloses. Fischgedichte. <em>Mhh.</em> Und akustisches gespielt. Eher harmlos. Ausnahmen wie William Fitzsimmons, Talking To Turtles, <a href="http://fallen-legen.de/2010/05/neue-bekannte-28-norman-palm-landslide/">Norman Palm</a> bestätigen die Regel. Und gehen im übersteuerten Bassgewitter des Minizelts hoffnungslos unter. Ein Jammer.</p>
<p><em>Freitagsabends um viertel vor zehn ist es im Mai fast dunkel im weiten Raum der Mecklenburger Seenplatte. Erst das zweite Konzert des Tages auf der vernachlässigten Zeltbühne, und dunkelblaues Licht schimmert verräterisch mondhaft durch die weiße Plane über den Köpfen. Und auf den Holzplanken des Bühnenaufbaus werden jetzt zwei Gitarren und ein wuchtiger Bass zu einem sacht Fahrt aufnehmenden Strang geflochten. Regungslosigkeit in den Musikerkörpern. Schritt vor Schritt zurück, sonst Reibung mit dem Laufschritt der Musik. Minutenlang wort- und gesangloser Aufbau, schon mal einen Arm in die Luft reißen. Schlagzeugcrescendo. In den Gitarren die hallenden Endorphine der Major-Akkorde, und dann&#8230;</em></p>
<p>&#8230;interessantes gab es da schon zu sehen. Keine große Namen dieses Jahr, kein Tocotronic, keine überseeischen Indie-Helden. Aber bei Two Door Cinema Club nachhören, ob im geschickten Clubtanzschritt denn etwas authentisches Joy Division-Flair schwirrt, oder eher die nächste popkulturelle Brechung der The Wombats-Zitat-Methode: &#8220;Let&#8217;s dance to joy division and celebrate the irony&#8221;. Eher zweiteres. Oder ob Bonaparte irgendwo den politischen Ansatz im Slogan &#8220;Anti Anti&#8221; versteckt haben, oder&#8230; naja. Eher zweiteres.<br />
<em><br />
&#8230;ein schottischer Schritt zum Mikrofon, und mit dem schweren nordischen Akzent verwunderlich fröhlich klingen, etwas erstaunt vielleicht: &#8220;The chances of being born are so slim, so keep warm, keep warm. And take some heart in being born quite so young&#8221;. Und nun die Stimmen hoch, und die Blicke zum Zeltdach. Draußen dämmert es, die Lichter flackern durch die Nacht. Die Musik nistet im Magen. The chances of being happy are so slim. Aber jetzt!</em></p>
<p>&#8230;nicht, dass alles im Wohlfühlbereich der Indie-Lounge schwimmen würde. Von wüstem, ja wüstestem Pogo berichten leicht verwundete Zeugen des Turbostaat-Auftritts. Nicht überliefert ist, ob wieder die berühmte Rektal-Rakete gezündet wurde. Und FM Belfast im Zelt wummern mit ihren fanatischen Discobässen so heftig, dass das Bier im Freien in den Gläsern schwappt und die Isomatten auf dem Zeltplatz erzittern. Hilflos fragt sich der Rezensent des <em>Rolling Stone</em>, ob das denn nun ernst gemeint war. Nunja: Show. So oder so.</p>
<p><em>&#8230;und dann wird es dunkel, die Bühnenlichter leuchten etwas kräftiger. Die Schritte des Sängers mit dem glaswegischen Bierbauchansatz werden etwas weiter. Puberfahrungen, zwischenmenschliche: &#8220;Your silence is bearable. But only in short bursts. Then it becomes uncomfortable.&#8221; Und während das Schlagzeug wirbelt, wird aus dem verflochtenen Melodiezopf der Gitarren ein kratzendes Stoßen ohne Puffer und Bremsen&#8230; &#8220;loose your ties, loose your knots&#8221;. Brodeln. Der Zusammenbruch als Versprechen. Und: Der Schritt neben das Mikrofon, über den Lärm der zighundert-Watt-Anlage und über das Übereinanderfallen der Instrumente geht der Schrei bis in die letzten Reihen: &#8220;We&#8217;ll teach you to die!&#8221;</em>&#8230; Augen schließen!</p>
<p>&#8230;ein bisschen unfair ist das. Schließlich proklamieren sich auch die Telekommander durch ihr Pop-Polit-Set, James Yuill füllt einen Vorabend mit Gitarren und Elektronikschnipseln bis zur lockeren Wolkendecke. Efterklang zünden ein Feuer in der Samstagnacht an. Aber: Ein bisschen ist das, der Rest, wie ein Schaulaufen um den schönsten Tanzschritt. Und alles was Musik doch braucht, wär doch: <em>Leidenschaft komma bedinungslose.</em> Die Anlage auf schottisch niederschreien, und ohne Kalkulation Kraft und Geschichten in die Zuschauerkörper pumpen.</p>
<p>Und das schönste Immergut war&#8230; als sich, wahrscheinlich zufällig, die Suche nach der Hipness mit der Leidenschaft überschnitt: Und sich Marr atemlos auf der schwankenden Zeltbühne in einen Rausch haspelten, Tiger Lou in der Maihitze Horatio besang, Sometree den Puls setzten, die Weakerthans das Verlassen in die Nacht räsonierten und Die Schönheit der Chance noch tomtische Gegenwart war.</p>
<p>Es braucht Glück, und Leidenschaft. Leidenschaft, keine Frisuren. Und das darf man gerne aussprechen wie damals Oliver Kahn sein Verlangen nach Eiern.<br />
<em>Und das schönste Konzert war: We Were Promised Jetpacks. Und es gilt: I can&#8217;t wait till summer. When you&#8217;re warmer. Make or break, Immergut.</em></p>
<p><em>Titelfoto: <a href="http://www.flickr.com/photos/matzehielscher/">&#8216;Für den Star&#8217; von Matze Hielscher (via flickr)</a>.</em></p>
<p><em>Update: Die Kollegen von bunch.tv haben Teile des Immergut-Auftritts von </em>We Were Promised Jetpacks<em> (unter anderem </em>Keep Warm<em>) mitgeschnitten &#8211; <a href="http://bunch.tv/video/we-were-promised-jetpacks-live-immergut-festival-2010">und online gestellt</a>.<br />
</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Neue Bekannte (28): Norman Palm &#8211; Landslide</title>
		<link>http://fallen-legen.de/2010/05/neue-bekannte-28-norman-palm-landslide/</link>
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		<pubDate>Sun, 30 May 2010 22:27:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Naumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[klingenhören]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenig neues aus den alten Jagdrevieren. Aber eine kleine Immergut-Entdeckung. Immerhin. Als <a href="http://fallen-legen.de/2010/05/neue-bekannte-28-norman-palm-landslide">Sonntags-mp3 #28.</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Avantgarde passiert mittlerweile ohnehin an anderen Orten – das was, am Wochenende über die Bühnen des mehr oder minder gefacelifteten Immergut-Festivals huschte, konnt aber zumindest einen treuen Leser dieser Rubrik und dieses Blogs nun wirklich kaum mit Neuem überraschen. Ernsthafte Highlights? <a href="http://fallen-legen.de/2009/11/neue-bekannte-7-jetpacks-roll-up-your-sleeves/">We Were Promised Jetpacks</a>, <a href="http://fallen-legen.de/2010/03/neue-bekannte-20-efterklang-modern-drift/">Efterklang</a>, <a href="http://www.fallen-legen.de/_fl1/?p=1181">Talking To Turtles</a>&#8230;</p>
<p>Und doch, eine kleine minderentdeckte Perle: Samstag nachmittag, als die großen Besuchermassen sich noch an mecklenburgischen Seen verliefen, da pluckerte ein Mann mit Sonnenbrille auf der kleinen Birkenhainbühne kleine Songs, die mit den weißen Sonnensegeln strahlten:</p>
<p>Norman Palm stand da, unweit der Heimat Berlin, auf der Bühne. Perlende, folkige Songs auf der Akustikgitarre. Leise genug, um angenehme sommerliche Entspannung aus dem Füllhorn zu streuen.</p>
<p>Passenderweise folgt im Juli das erste Album des Norman Palm. Den Song <em>Landslide</em> gibt es gratis, zur Zeit. Und eine Fullband-Studio-Produktion funktioniert nach anderen Regeln als ein Liveauftritt am ersten Sommertag Norddeutschlands. Aber: Sie funktioniert. Auch auf diese Art.</p>
<p>Sie hören: Sonnenbrillen, Staub, Hitze, und ein bisschen Egalität von den Urlaubs-Fensterbänken und -Landstraßen Deutschlands, Europas, der Welt. Wechselschlagblues, Popproduktion mit britischem Einschlag: Echoende backing vocals, hallende Harmonien der Marke: Turin Brakes, Simon &amp; Garfunkel, Coldplay. An Worten gräbt sich ein: „<em>Hey, Landslide. I Don&#8217;t Know</em>.“ Sommerwurschtigkeit. You know. „<em>I&#8217;m as lost as you.</em>“</p>
<p>Eine Hauptassoziation ist da das fast vergessene Indie One-Hit Wonder Found A Way Out von Birth. Nicht ganz so markant vielleicht. Aber das war ja auch ein Mordskracher. Für Sommermixtapes. Auf genau die gehört Norman Palms Song aber auch. So oder so. Tipp.</p>
<ul>
<li>Download: <a href="http://soundcloud.com/normanpalm/landslide">(via Soundcloud)</a></li>
<li>Homepage: <a href="http://www.normanpalm.com">normanpalm.com</a></li>
</ul>
<p><em>Titelbild: Jaime Martinez</em> <em>(gefunden auf myspace).</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Neue Bekannte (27): Alcoholic Faith Mission &#8211; My Eyes To See</title>
		<link>http://fallen-legen.de/2010/05/neue-bekannte-27-alcoholic-faith-mission-my-eyes-to-see/</link>
		<comments>http://fallen-legen.de/2010/05/neue-bekannte-27-alcoholic-faith-mission-my-eyes-to-see/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 23 May 2010 08:02:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Naumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[klingenhören]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein größeres Highlight - und eine Tour dazu: Alcoholic Faith Mission aus Kopenhagen spielen auf Kanada-Niveau. Dazu diese Woche einmal quer durch Bayern. Und am besten bald durch noch mehr Anlagen. 

My Eyes To See: Das Sonntags-mp3 #27.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Manchmal sind Assoziationen so offensichtlich: Bon Iver und Broken Social Scene gab ich vor kurzem einem Freund als Referenzen zu meiner Alcoholic Faith Mission-Empfehlung &#8211; ganz in Unkenntnis des Pressetexts des deutschen Vertriebs der Band. Der nämlich genau das Gleiche schreibt.</em></p>
<p>Die Nähe zu anderen Künstlern wiederum muss kein Beleg für Unoriginalität sein. Schwingungen mischen ist auch eine Kunst. Und das wärmende Flackern der Bon Iver&#8217;schen Gesänge, und die treibende Kraft der Bassläufe der Social Scene &#8211; das verflechtet sich auf&#8217;s Schönste mit dem elektronischen Hintergrundheulen der Alcoholic Faith Mission.</p>
<p>Erstaunlich dazu: Statt einem ganzen Kollektiv sind hier ursprünglich nur zwei (kleine, wäre ich versucht zu schreiben &#8211; aber faktisch sind es große. Mit Bärten.) Dänen am Werk. Wenn auch mittlerweile um einige (Live-)Helfer ergänzt. Unbekannte sind die beiden mit ihrem dritten Alben nicht mehr. Aber da ist noch Luft nach oben.</p>
<p>Denn die Ochsentour-Tour der Band, durch die deutsche Provinz &#8211; das würden ihre Referenzbands nicht mehr machen. Und vor denen müssen sie sich gar nicht verstecken. 12 Tracks ist &#8220;Let This Be The Last Night We Care&#8221; lang, und bietet keinen Ausfall. Stattdessen einige Tempovariationen, und als charmante Zusatzingredienz verzerrte Stimmen, und stakkatierende Keyboards im Sinne der besseren Momente der 90er Jahre. Blinded by the light, und so.</p>
<p>Was bleibt, ist eine melancholische, heftig umarmte Fröhlichkeit. Und die Erwartung auf mehr. Von den zwei Dänen, die vielleicht bald auf den Hauptbühnen der Festivals stehen. Neben den Vorbildern Bon Iver und Broken Social Scene.</p>
<p>Rcrd Lbl bietet gleich zwei Songs zum Download: My Eyes To See und (welch schöner, meeresnass-trockener Titel) Got Love, Got Shellfish. <a href="http://rcrdlbl.com/2010/04/28/premiere_alcoholic_faith_mission_got_love_got_shellfish_my_eyes_to_see">Direkt hinter diesem Link.</a></p>
<ul>
<li>Direktdownload: <a href="http://papergardenrecords.com/media/file/39/02_My_Eyes_To_See.mp3">(Nur <em>My Eyes To See</em>, via papergardenrecords)</a></li>
<li>Myspace: <a href="http://www.myspace.com/alcoholicfaithmission">myspace.com/alcoholicfaithmission</a></li>
</ul>
<p>Alcoholic Faith Mission zur Zeit auf Deutschland-Tour:</p>
<ul>
<li>23.5. Astra Stube, Hamburg</li>
<li>24.5. Bang Bang Club, Berlin</li>
<li>25.5. Scheune, Dresden</li>
<li>27.5. Glashaus, Bayreuth</li>
<li>28.5. Museumskeller, Erfurt</li>
<li>29.5. Südstadt, München</li>
<li>30.5. Heimat, Regensburg</li>
<li>01.6. Gleis 22, Münster</li>
<li>03.6. Feinkostlampe, Hannover</li>
<li>04.6. NaTo, Leipzig</li>
<li>08.7. Drucklufthaus, Oberhausen</li>
<li>10.7. <a href="http://www.lapampafestival.de">LaPampa</a>, Freibad Hagenwerder</li>
</ul>
<p><em>Titelbild: Alcoholic Faith Mission</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Neue Bekannte (26): The Amazing &#8211; Dragon</title>
		<link>http://fallen-legen.de/2010/05/neue-bekannte-26-the-amazing-dragon/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 May 2010 21:32:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Naumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[klingenhören]]></category>

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		<description><![CDATA[nach der Pause: Nick Drake und Wilco als schwedischer Dreampop ohne Synthie. The Amazing huldigen wild durch die Übergangszeit. <a href="http://fallen-legen.de/2010/05/neue-bekannte-26-the-amazing-dragon">Neue Bekannte #26.</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8230;nach der schöpferischen Pause, die die fallen/legerische Konzerveranstaltertätigkeit mit sich brachte (schaut unter <a href="http://www.innen-aussen-raum.net">innen-aussen-raum.net</a>, oder <a href="http://www.facebook.com/innen.aussen.muenchen">facebook.com/innen-aussen-muenchen</a>): Mehr kostenlose, hörenswerte Musik. Ein Dienstags-mp3, und dann wieder im Takt&#8230;: The Amazings </em><em>Dragon.</em></p>
<p>Und an einer Stelle, an der die eigene Schreiberei ohnehin schon mit einer Meta-Zeile übertitelt wird, Erklärungen für Pausen als ein Fallen aus dem Text dastehen: Wenn jede Woche Musik empfohlen wird, dann verknüpft sich die Empfehlung mit der Außenwelt. So im Vertrauen gesagt: Wetter ist mein Musikfilter.</p>
<p>Der Frühling 2010 ist ein seltsamer Genosse: Er schüttet kalten Nieselregen über Stadtstraßen und lässt Wolken über den Himmel jagen. Wind auf nassen Jacken, und immer noch &#8211; wie lang ist ein deutscher Winter? &#8211; ein wenig Eskapismus bei herbeigeheizter Zimmerwärme.</p>
<p>Für solche Zustände gibt es&#8230; Übergangsmusik. Trennungsschmerz von Jahreszeiten, und Vergänglichkeitsgedanken bei wechselnden Lufttemperaturen. Übergangsmusik erster Güte kommt&#8230; aus Schweden.</p>
<p>The Amazing sind ein Sidekick der Stockholmer Indie-Band Dungen. Und wenn man den Aussagen der Band trauen darf, dann ist die Idee hinter Musik, den Hut zu ziehen. Vor dem Gitarrenspiel des Fleetwood Mac- Gitarristen  Danny Kirwan.</p>
<p>Das klingt als Gedanke mutig und ein wenig abstrus (für meine Augen) &#8211; aber ist ein Retro-Ohrenschmeichler. Angst vor dem Solo gibt es da nicht. Aber sicher auch kein Virtuosengeschredder aus den 80ern&#8230; Eher grüßen hier wenig a-experimentelle Wilco. Oder Midlake. Oder Simon &amp; Garfunkel mit Elektro-Gitarren.</p>
<p>Dragon heißt der downloadbare Song. Und so funktioniert Dream-Pop ohne Synthies: Eine Nick-Drake-Akustikgitarre, ein gemütlich im Kreis klickender E-Bass, den die Abschlussballband aus einem US-Collegefilm aus den 70ern hätte spielen können. Und im Hintergrund sparifankerlt eine dezente Hammond-Orgel das Gerüst, auf dass die kirwanische Solo-Gitarre die bunten Streifen malen darf&#8230;</p>
<p>&#8230;das beruhigt die Seele und erhöht die Außentemperatur so weit, dass die Vorfreude auf einen kurzen Sommer sich ein wenig realer anfühlt. Ausprobieren. Und dann nach dem Song Deportation Day Ausschau halten &#8211; denn mit dem kommt der Juni noch etwas schneller.</p>
<ul>
<li>Download: <a href="http://thefader.cachefly.net/Dragon.mp3">(via thefader.com)</a></li>
<li>Myspace: <a href="http://www.myspace.com/theamazingswedes">myspace.com/theamazingswedes</a></li>
</ul>
<p><em>Titelbild: gefunden auf </em>The Amazings<em> myspace.</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Neue Bekannte (25): Cars &amp; Trains &#8211; Intimidated by Silence</title>
		<link>http://fallen-legen.de/2010/04/cars-trains-intimidated-by-silence/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Apr 2010 09:38:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Naumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[hinweisend]]></category>
		<category><![CDATA[klingenhören]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Autos und Züge: Aus Portland etwas für den Weg ans Meer:

<em><a href="http:fallen-legen.de/2010/04/cars-trains-intimidated-by-silence">cars &#038; trains (samt Video) im sonntags-mp3.</a></em>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>alleine schon: zwei Bonuspunkte für den Namen. Ob hier The Notwist Pate standen? Oder die Faszination des mobilen Flirrens über Straßen und Schienen, für menschliche Bewegung und andere Orte? Wie auch immer: Ein Punkt, zwei Punkte: Die richtigen Assoziationen für den Druck auf die Playtaste.</p>
<p>&#8230;ganz von der Hand zu weisen ist die Verbindung zu Notwist nicht: Rückwärts Gespultes leitet &#8220;Intimidated by Silence&#8221; ein, gedoppelte Akustikgitarren. Dann schwinden die Gemeinsamkeiten: Denn Cars &amp; Trains, das klingt etwas weniger spröde, zerbrechlich als Notwists Songs: Mit kraftvoller, entschiedener Stimme, hoffnungsvollem Percussiongeplucker, und einer stämmigen dur-Grundstimmung.</p>
<p>Simpel oder eindimensional ist der Sound des Oregonisten (im geographischen Sinne, nun) Tom Filepp trotzdem nicht: Hetzen lässt sich die Musik nicht, und die okkasionalen Akkordschläge im Hintergrund: Gleichmäßig und mit der einen Moll-Saite: Lakonisch, stoisch klingt das. Das, was der Rezensent nachher &#8220;träumerisch&#8221; nennt. Das Bild zum Song: In der Sonne und Auto oder Zug bei geöffnetem Fenster zum Meer. Schön &#8211; und vergänglich, Wissen darum. Musik für kurze Jahreszeiten.</p>
<p><em>In the summer I put the leaves in the air / and wave to all, all the things /we tried to be / before we fell into the sea / and forgot all of our names that echoe round these woods.</em></p>
<p><em><p><a href="http://fallen-legen.de/2010/04/cars-trains-intimidated-by-silence/"><em>Um das Video zu sehen bitte klicken.</em></a></p><br />
</em></p>
<ul>
<li>Download: <a href="http://terrorbird.alphapupserver.com/online/carsandtrains-05_intimidated_by_silence.mp3">(via terrorbird)</a></li>
<li>Homepage: <a href="http://www.carsandtrains.net/">carsandtrains.net</a></li>
</ul>
<p>&#8230;wer mag, was er hört, könnte auch Gefallen finden an: <a href="http://fallen-legen.de/2010/01/neue-bekannte-14-a-perfect-friend-sail-the-soil/">A Perfect Friend</a> (im Sonntags-mp3.)</p>
<p><em>Titelfoto: Schnips aus dem Cover zu &#8220;The Roots, The Leaves&#8221;, Cars &amp; Trains aktuellem Album.</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>8 Jahre Neon Golden: Meisterwerke keine Denkmäler</title>
		<link>http://fallen-legen.de/2010/04/meisterwerke-keine-denkmaeler/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Apr 2010 14:27:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Naumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[klingenhören]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur Feier eines Albums: The Notwist huldigen ihrem eigenen Meisterwerk, in ihrer eigenen Stadt, bei dem Radiosender bei dem die Geschichte anfing.

Und scheitern nicht: Ein lebendiges Meister<em>werk</em>, kein Denkmal. <a href="http://fallen-legen.de/2010/04/meisterwerke-keine-denkmaeler">Der ganze Trick</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Das Monument und das Leben danach &#8211; <a href="http://www.taz.de/1/leben/musik/artikel/1/danach-konnten-wir-nur-noch-verlieren/">der taz erzählten die Brüder Acher</a> am Freitag wie das war, mit Neon Golden: Mit dem nichtabsehbaren Erfolg, und dem längst errichteten Schrein für dieses Album, den die Band erst bemerkte, als der Nachfolger The Devil, You and Me veröffentlicht war, und mit einem &#8220;auch gut, aber&#8230;&#8221; begrüßt wurde.</em></p>
<p>An Meisterwerken kann man zerschellen. Notwist: akzeptieren. Ein Konzert in der Heimat München, in den heiligen Hallen der staatlichen bayerischen Jugendkultur zudem; zur Feier von acht Jahren Neon Golden, acht Jahre Meisterstück, acht Jahre&#8230; Unerreichbarkeit? Eine Feier der Vergangenheit könnte das sein. Vor 600 handverlesen scheinenden Zuschauern, im dank der BR-Ticketpraxis &#8220;ausverkauften&#8221; großen Rundfunksaal für 1.000 Zuschauer. Ein Hauch Musikgeschichte.</p>
<p>Und dann ganz anders: Nicht nur, dass die Band das Neon Golden früh mit unbescheiden schillernden Applikationen aus den anderen Alben an-reichert, Boneless (umjubelt) zum Beispiel &#8211; das Meisterwerk ist das <em>Herz</em>stück der Band vielleicht, und nicht aus Stein, sondern schlägt und pulsiert nach wie vor: Zart und perfekt kratzen sich die Gitarren durch One Step Inside, und Martin Gretschmanns Sounds und Frickeleien meinen immer noch die gleichen Geräusche &#8211; und sind dabei ganz neu aufgesetzt.</p>
<p><strong>Der Trick: Alte Geschichten durch neue Augen</strong></p>
<p>Betrachtet aus der letzten Reihe des großen Funksaals wird der Trick schnell klar: Wäre das gehuldigte Album ein Buch&#8230; Dann hätte es im Jahr 2010 immer noch die gleiche Story, die gleichen Charaktere und Schauplätze &#8211; aber neue Worte. Betrachtet mit den gleichen Augen und angefüllt mit 8 Jahren neuem Leben. One With The Freaks fängt ein wenig abstrakt an, und wirft dann schnell die erste Strophe über Bord, und wirft sich mit melancholischer Freude in den kleinen Ausbruch, wird länger und wächst, flink gespielt wie ein schwermütig-euphorischer Clubhit&#8230;</p>
<p>Vor zwei Jahren, auf der letzten Deutschlandtour wirkte die Band etwas grand-seigneuresk: Perfekt, professionell, detailverliebt. Und etwas zurückgezogen, vielleicht müde, am Maiabend in der Berliner Volksbühne. Heute erledigt der Rundfunkstudiosound die Perfektion, brummender Bass, flirrende Elektronik, und stahlhart-warme Gitarren, Micha Achers betrachtender Gesang Schulter an Schulter&#8230; und die Musik, das Ergebnis verlässt die Gerüste:</p>
<p><strong><em>Neon Golden</em> und <em>Pilot</em>: 15 Minuten Stadtleben</strong></p>
<p>Neon Golden, der Titeltrack, und Pilot verschmelzen in ein fünfzehnminütiges Potpurri eines ganzen Stadtlebens, die Electronica aus Martin Gretschmanns Club Rote Sonne, ein bisschen Funk und ein Sprengsel Reggae, geloopte und in langen Jahren erliebte Textschnipsel, Different Cars and Trains, die Brüder Acher wiegen sich gegenläufig mit dem Rhythmus &#8211; und am Ende eine Minute glasklaren Indie, wie von Platte&#8230; Das Vergangene: Das verschmilzt mit dem zwischenzeitlich Erlebten. Und da ist sie, die Perfektion.</p>
<p>Da kommt noch etwas veratemloste Verliebtheit aus Day 7, der Frühsommerabend aus Gloomy Planets, die große, große Gefühlswelt aus Consequence als enge Umarmung, und ein mörderisch lautes Gravity. Zwei Stunden Musik fast und, jepp, so schön kann Musik sein: Ein Meisterwerk wiederholen, ohne zu scheitern. Ein Puzzle legen aus Musikerleben.</p>
<ul>
<li><em>Fotos vom Konzert am 10.4. gibt es bei den Kollegen von der <a href="http://www.roteraupe.de/galerie-detail/649/the-notwist-munchen-br-funkhaus.html">Roten Raupe</a>.</em></li>
<li><em>Heute, am 11.4., findet ein zweites Konzert im Funksaal des BR in München statt. Karten sind nicht mehr verfügbar, und auch vor der Tür wohl wieder nicht billig. Die Investition könnte trotzdem lohnen.</em></li>
<li> <em>Am 13.5. wird das Konzert in voller Länge in <a href="http://www.br-online.de/bayern2/zuendfunk/index.xml">Bayern 2s Zündfunk</a> zu hören sein, 19.05 Uhr. Dann die Tapedecks und die Recordingtools zur Aufnahme bereit halten.</em></li>
</ul>
<p><em>Titelfoto: Flo</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Neue Bekannte (24): Ersatzband &amp; Band &#8211; Bringt mir die Hörner&#8230; (EP)</title>
		<link>http://fallen-legen.de/2010/04/ersatzband-und-band/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Apr 2010 08:03:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Naumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[hinweisend]]></category>
		<category><![CDATA[klingenhören]]></category>

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		<description><![CDATA[Mal Blobkanal und den frühen Clickclickdecker und die Zeit als jeder Tag ein Popsong war vermisst?

Mit Ersatzband Wilmingtons Kuh jagen: <a href="http://fallen-legen.de/2010/04/ersatzband-und-band">Mit der Sonntags-EP</a>.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Erinnerung ist schon etwas dunkel geworden &#8211; aber da gab es sie doch, die fröhlich-unschuldige Phase des deutschen Indie-Pop: Blobkanal flackerten durch Berlin, lange bevor aus der Hälfte der Band die bedeutungsschwereren Janka wurden, und Clickclickdecker klang noch Lo-Fi&#8230;</p>
<p>Oder wahrscheinlich geht es dabei mehr noch um eigenes Rezeptionsverhalten, aber wie auch immer: Da ist noch Fröhlichkeit und Ironie und Rumpeln in den Straßen Berlins: &#8220;Ersatzband&#8221; heißt ein Exemplar, passenderweise, und ein bisschen die Ohren spitzen, das klingt tatsächlich fast wie Blobkanal &#8211; mit den twangelnden Gitarren, dem klimaxierend flinken Schlagzeug, der Stimme hinter dem Mikro und den (<em>&#8220;dudel-dim&#8221;</em>) blumenpfeifenden Keyboardsprengseln. Oder: grafzahl mit etwas weniger Punk.</p>
<p>&#8230;und da gehört ein wenig Ironie hinter die melancholisierend lebensbetrachtenden Texte, etwas studentisch &#8211; und dann heißt ein gesellschaftszweifelnder Revolutionssong eben <em>Kännchen</em>, oder <em>Hey Hey, Mai Mai</em>, aus der selbstbiografisierenden Lebenswelt wird wieder Musik und der EP-Titel ist eine klare Aufforderung: <em>Bringt mir die Hörner von Wilmingtons Kuh</em>. Schöner Frühling auf der Stadtweide.</p>
<ul>
<li>Ersatzbands EP gibt&#8217;s bei Bandcamp zum <a href="http://www.ersatzband.de/Musik.html">kostenlosen Download</a>.</li>
<li>Homepage: <a href="http://www.ersatzband.de">www.ersatzband.de</a></li>
</ul>
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