fallen/legen blog

archiv / 2010

Montags um den Blog wandern

Diese Woche sind mir ein paar Artikel zum Thema “Teilen”/”Sharing” zugelaufen. So hat Russel Davies nicht alles in seinem letzten Vortrag untergebracht was er gerne darin gesehen hätte und hält in seinem Blog ein paar weitere Gedanken zum Thema fest:

So when Napster came along and changed music sharing from a Sharing Goods process to a Sharing Information process we didn’t all suddenly develop criminal tendencies. It’s just that sharing, which we’re inclined to do, suddenly became way more convenient.

Dass mittlerweile auch Andere auf den Geschmack des kosten- und bedingungslosen Teilens gekommen sind ist wiederrum das Problem mit dem sich Danny Sullivan an Hand eines seiner Artikel beschäftigt:

On Friday, I broke a tasty story about a woman suing Google, claiming bad directions caused her to get hit by a vehicle. Today, I discover our story is everywhere, often with no attribution. Come along and watch how the mainstream media, which often claims bloggers rip it off, does a little stealing of its own. [...] No one had written about the case before I put my article up. I know. I checked before publishing. There was nothing out there. So what happened next?

Und Jennifer von thehyperlocalist.com setzt nach und präsentiert Tipps die copycats den Magen verderben (sollen):

That borderline plagiarism sucks to no end, and I don’t like it any more than Sullivan.[...] There’s no foolproof way around it, but the tactics below might force news outlets to acknowledge in some way their original sources.

Bild: (cc) mpujals

Montags um den Blog wandern

Nachdem das letzte Woche mit der Dialektik so gut geklappt hat, versuchen wir das diese Woche auch gleich nochmal, diesmal allerdings nicht am Beispiel “Fussball” sondern “Kirche”. Featuring Mission Gottesreich und einen gesunden Kontrapunkt zur Islamismusdebatte sowie Die Arche und sinnvollen christlichen Eifer.

Montags um den Ball tanzen

Featuring diesmal: Fussball – kann man lieben, wie die Messieurs Valin & Inishmore, oder hassen, wie der Don. Klick.

Montags um den Blog wandern

Mit dem Spiegelfechter, dem lawblog und dispora – dem Vorfall vor Palästina, einer Open-Source-Facebookalternative und der fast schon rituellen Einschränkung weiterer Bürgerrechte.

Die Anfänge der Weltwirtschaftkrise 1857-1859 2007-2015

Eine kleine Retrospektive auf die absolut unvorhersehbare und überraschende Wirtschaftskrise, welche den Euroraum gerade ganz besonders beutelt. Mit besten Grüßen von den Kollegen aus dem Historicum.

Montags um den Blog wandern

Diesmal mit wunderschönaberselten, longform und Autoanthropophag – Journalismus, Easy Rider und der Freedom Flotilla. Mehr Text und Links nach dem Klick.

Zur Lage der Generation

Die dänische Zeitung Information findet: Der große Aufruhr ist nur ein Mythos – Kinder hätten schließlich schon immer das getan, was ihre Eltern vorlebten. Sternstunden des Umbruchs gäbe es, wenn überhaupt, nur in ökonomischen Boom-Zeiten…

…und macht damit keine große Hoffnung auf bessere Zukünfte. Oder doch? Warum es anders wird…

Montags um den Blog wandern

This week with Steven Pearlstein, T.X. Hammes and Jonathan Chait. Featuring, German Export Weltmeisters, dumb-dumb bullets and a hell lotta quotes. More to come, after the magic click.

Montags um den Blog wandern

Diese Woche mit der taz, Coilhouse und der FTD. Und Artikeln zur Wahl in NRW, dem Kampf um Gleichberechtigung für gleichgeschlechtliche Liebe im Iran und der Causa Ackermann. Klick.

Message in a Bottle

When life gives you oil spills, make molotovs.

(by Priest, via nerdcore)

Montags um den Blog wandern

Featuring den Don, Weissgarnix und Auto-Anthropophag. Mit Berichten zu Klientelpolitik, Kommentaren über Kommentare und Ewig-Gestrigen in München. Klack.

Ungesundes Gefälle.

Mehr Angst, weniger Krankenschwestern: Gibt es in einer Gesellschaft zu große Wohlstandsunterschiede, dann geht es allen schlechter. Kate Pickett und Richard Wilkinson bringen die Zahlen zu einem alten linken Bauchgefühl.

Medaillen: zum Ruhme des Systems.

Jahrzehntelang haben die Blockgegner mit riesigem Aufwand olympische Sieger produziert: zum Ruhme des Systems. Das tut Deutschland immer noch. Mit dem Blick auf den Medaillenspiegel: A grand don’t come for free. Und das Geld dazu sicher nicht aus Idealismus.

Чернобыльская

Auf Youtube ist eine beeindruckende und umfangreiche Dokumentation zu Tschernobyl aufgetaucht. Sie beleuchtet ausführlich den Unglückshergang, die vollkommene Überfordung der Regierungen im Osten wie im Westen durch die Situation und die noch immer nahezu unverändert vorhandenen Nachwirkungen. Obwohl seit dem 26. April 1986 fast 25 Jahre vergangen sind, zeigt sie nachdrücklich, dass dieses Unglück keineswegs Vergangenheit ist. Es ist in seinen massiven Nachwirkungen noch immer gegenwärtig und wird es auf hunderttausende Jahre sein.

Die ersten drei Teile nach dem Klick, der Rest auf Youtube.

Uni brannte VI: Protest und Geltung.

53 Tage besetzte Hörsäle in München – der letzte davon liegt fast genau einen Monat zurück, da kommt, endlich!, ein erstes ganz konkretes Zeichen der bayerischen Landespolitik: Die Kürzung des laufenden Zuschusses an die Studentenwerke.

Der versandete Protest: What went wrong? Ein Fazit.

Bitter nötiger Abgesang.

Es gäbe viel kritisches zu sagen über das ge-re-launchte SZ-Magazin, und seine Rubriken – in der jüngsten Ausgabe landete der ex-jetztler Tobias Kniebe aber einen Volltreffer: 50 Zeilen über die Misere namens FDP. Und warum sich diese Partei spätestens jetzt als ärgerlicher Irrationalismus entlarvt hat. Kurz und gut: Mehr gäbe es auch gar nicht zu sagen.

How the news are made…

Did you ever wonder if there actually is some sort of magic cookbook after which all this fancy, shiny and professional newsstuff you get on TV every day is done? Well, wonder no more, because BBC Four’s Charlie Brooker will in an astoningishly investigative piece of news journalism reveal the very secret of professional news journalism to you.

Of course – right after the click.

Unibrand im Radio

fallen/legen mal wieder hörbar – diesmal politisch: Im Freien Radio Stuttgart kümmern sich Asja und Jörg, selber Studenten und Protestierende, um das Thema Bildungsstreik. Unter anderem dabei: Unsere Unibrennt-Reihe.

Einschalten und zuhören am 20.1. zwischen 15 und 16 Uhr unter: 99,2 MHz UKW im Raum Stuttgart, oder www.freies-radio.de im Netz.

“Denn Verdrängung ist das oberste Prinzip: Das Asylwesen wird von der Abschiebung her gedacht, der Asylwerber in der öffentlichen Wahrnehmung ausschließlich als (potenziell) krimineller Fremdkörper empfunden, der möglichst auszuscheiden ist.”

In Österreich diskutiert man die Einrichtungen großer “Erstaufnahmezentren” beziehungsweise “Bundesbetreuungseinrichtungen”, beides wohl bloße Euphemismen für “Lager”, für Asylbewerber. Einen informativen Einblick in die Diskussion und deutliche Worte zu ihrer Instrumentalisierung bietet Markus Otti auf farblos: Eberau – Anatomie einer Schweinerei.

Die unentdeckte Seltsamkeit.

…und erst jetzt komme man nicht umhin, sich einzugestehen, daß hier etwas spinnt. Die Zeichen wären deutlich, es sei soweit: Es komme nun eine Seltsamkeit.

In Kopenhagen, Dänemarks schöner Hauptstadt am kleinen Sund, ist vor Weihnachten mal wieder eine Klimakonferenz gescheitert. Zum zweitägigen großen Entsetzen, und der baldigen Rückkehr zur Tagesordnung. Mal ehrlich: Zu unser aller Beruhigung. Große Politik, kleine Gedanken – zu großer Popmusik. Ist doch alles wie zu Hause.

Dienstagsfilm – Milk

Yet another movie about love. About love between men, and the problems it might bring about to try to pick up a guy at a bar, a park or a metro station in the 70ies. Todays movie tells one story from the fight of american homosexuals against discrimination and for equal rights by the example of one man: Harvey Milk.

[Konzepte für's Album:] Der Tag am Meer

Vielleicht ist es schon ein Trend. Jedenfalls ist es ein Plan: Musik mehr transportieren lassen, als selbsterklärende emotionale Schnappschüsse… Unterhalb der magischen Plattenvertragsgrenze wird an Serien, Ideen und Themenkomplexen geschraubt. Das Konzeptalbum ist zurück – und es zeichnet nicht mehr Fiktionen nach, sondern Stimmungen, Zeitabschnitte – Lebensausschnitte.

fallen/legen forscht in loser Folgen den noch im Untergrund schlummernden Stimmungsbildern nach. Zum Beispiel: Ein Tag am Meer mit Drift:In:Slow:Motion – samt Interview.

Neue Bekannte (30): D:I:S:M – Storm7

Konzept und Musik. Geschichten dahinter – und gut ist Musik, wenn sie zupackt. So wie diese:

Storm7 von D:I:S:M als Sonntags-mp3 #30. Diesmal nur bei fallen/legen zu haben.

Dienstagsfilm – Sommersturm (Summerstorm)

Where to go from here? To Bavaria, country of manly, catholic, beerdrinking people and a rowing team, young boys starting to come of age in a Summerstorm.

Neue Bekannte (29): Beat! Beat! Beat! – Fireworks

(Bayreuth, Uni Open Air) – Lessons learned from festival summer 20-10 Teil 2: Am Nachmittag auf einem Uni-Innenhof stehen, aussehen wie 17, und klingen wie die Foals (um review-technisch groß auszuholen) oder Miyagi (die kleine Assoziationslösung):

Beat! Beat! Beat! haben den girlieshirt-kompatiblen Namen und die flirrenden Dancefloorfüller, die es braucht um international gut anzukommen. Und ein vom NME gehostetes mp3 haben sie auch schon… Der Link: im Sonntags-mp3 #29.

How to do a perfect festival gig, Immergut.

…oder: ‘Leidenschaft, wir brauchen Leidenschaft’. oder: ‘ships with holes will sink, but I will swim’.

auch das neue Immergut ist verdammt nett. Und steht gern vor dem Spiegel. Und dann in der Mitte ein schottisches Feuerwerk. We Were Promised Jetpacks. Und andere Versprechungen im Rückblick.

Mehr als nur Restgeräusch

Wir hatten ja vor längerer Zeit schon einmal einen Hinweis zum Thema, aber nachdem sich mittlerweile wieder einiges an schönen Sessions angesammelt hat: Die rote raupe lädt in unregelmäßigen Abständen Bands zu unverbindlichen Jam- und Interviewsessions ein und hält das Ganze auf digitalem Zelluloid fest. Das Ergebnis ist ein unkomplizierter, fast ein wenig intimer Einblick in das Bandleben unter Anderem von PTTERNS, Rosalie und Wanda, Like A Stuntman, Pelzig und First Aid Kit.

Einen ersten Eindruck gibt es gleich hier.

Dienstagsfilm – Du sollst nicht lieben (Eyes Wide Open / Einaym Pkuhot)

This weeks recommmondation comes from Israel – by coincidence or by design – and tells a quiet and tragic love story between two men.

Neue Bekannte (28): Norman Palm – Landslide

Wenig neues aus den alten Jagdrevieren. Aber eine kleine Immergut-Entdeckung. Immerhin. Als Sonntags-mp3 #28.

Dienstagsfilm – Persepolis

A great auto-biographical piece both about the first 30 years of Marjane Satrapis life and the last 30 years in the history of Iran.

Neue Bekannte (27): Alcoholic Faith Mission – My Eyes To See

Ein größeres Highlight – und eine Tour dazu: Alcoholic Faith Mission aus Kopenhagen spielen auf Kanada-Niveau. Dazu diese Woche einmal quer durch Bayern. Und am besten bald durch noch mehr Anlagen.

My Eyes To See: Das Sonntags-mp3 #27.

Dienstagsfilm – The Hunter (Zeit des Zorns / Shekarchi)

We traveled on, but we did not get far. We are now in a country that appears even stranger to us than the Lebanon did, stranger because we tend to know even less about it. We traveled to Iran and we arrived there when Rafi Pitts calls for a “Time of Wrath” (Zeit des Zorns).

Neue Bekannte (26): The Amazing – Dragon

nach der Pause: Nick Drake und Wilco als schwedischer Dreampop ohne Synthie. The Amazing huldigen wild durch die Übergangszeit. Neue Bekannte #26.

Dienstagsfilm – Vals Im Bashir

We are still in this torn country where alliances, loyalities and borders are in constant flux, where events that you do not even recognice in the first place might bring deadly perils onto you and your beloved out of a blue and sunny sky. But this time when we visit Lebanon we are coming from a different angle.

Dienstagsfilm – Zozo

Imagine being a small boy. Maybe you are around 10 years old, maybe you are living in a sunny country, maybe your name would be Zozo.

Neue Bekannte (25): Cars & Trains – Intimidated by Silence

Autos und Züge: Aus Portland etwas für den Weg ans Meer:

cars & trains (samt Video) im sonntags-mp3.

Dienstagsfilm: Silentium

Die katholische Kirche kämpft gerade mit ihren Verfehlungen… Das ist ganz schön schaurig, und gar nicht neu. Schon 2004 durfte sich in Silentium Josef Hader alias “der Brenner” durch diesen Sumpf wühlen. Und das ist dann gar noch lustig – auch wenn das Lachen dann und wann stecken bleibt.

Alte neue Skandale und die wundersame Welt der Alpennachbarn im Dienstagsfilm: Silentium.

8 Jahre Neon Golden: Meisterwerke keine Denkmäler

Zur Feier eines Albums: The Notwist huldigen ihrem eigenen Meisterwerk, in ihrer eigenen Stadt, bei dem Radiosender bei dem die Geschichte anfing.

Und scheitern nicht: Ein lebendiges Meisterwerk, kein Denkmal. Der ganze Trick

Neue Bekannte (24): Ersatzband & Band – Bringt mir die Hörner… (EP)

Mal Blobkanal und den frühen Clickclickdecker und die Zeit als jeder Tag ein Popsong war vermisst?

Mit Ersatzband Wilmingtons Kuh jagen: Mit der Sonntags-EP.

Dienstagsfilm: Dark Horse

…wie eine Farbe den Blick verändert: 2006, vor kaum ein paar Jahren, hat Dagur Kári Dark Horse gedreht – in schwarz-weiß. Da sind alle Biographien am Vergehen, und das dänische Spätsommerlicht.

Neue Bekannte (23): Petula – Minotaur Miniskirt (EP)

Neue Klänge von liebgewonnenen alten Bekannten: Zusätzlich zum neuen Tape verschenkt Petula den Minirock des Minotauren.

Der Prozess des Erwachsenseins in vier Gratis-mp3s: die Ostermontags-mp3s.

Neue Bekannte (22): Telekaster – Secret Layers

Alter Ego: Phononoir verzückte einige Indie-Blog-Feuilletons, ein paar Jahre ist’s her. Nun heißt’s Telekaster und kommt im Bilderpaket.

Das 22. Sonntags-mp3 nach dem Klick.

“Schönes, verhangenes Schweden.”

The Radio Dept. haben tatsächlich ein neues Album auf die Beine gestellt – beim Letzten war alles anders…
Über das Lebenverweben mit Musikfasern. Und Bands, die scheinbar so gar nichts falsch machen können.

Dienstagsfilm: Hot Fuzz

Ist nicht immer alles wie es scheint: Es dauert ein bisschen, aber am Ende… kommt die befreiendste Hollywoodballerei aus Großbritannien. Nur nicht ernstnehmen.

Neue Bekannte (21): Rasmus Kellerman – Five Years From Now

Gar kein so neuer Bekannter: Tiger Lou war so um 2004 einmal Rasmus Kellermans akustisches Nebenprojekt. Hören tat man das nicht mehr… Im Jahr 2010 ist es also wieder Zeit für so eins: Ein akustisches Projekt. Diesmal unter eigenem Namen.

Einen Vorabtrack gibt’s nach dem Klick.

Dienstagsfilm: Lichter

Die kleinen Leben, die große Mauer, der warme Herbst: Lichter hat 2003 die Chance genutzt von einer inzwischen weitergerückten Grenze zu erzählen – und von den Wünschen, die sich an ihr kristallisieren.

Neue Bekannte (20): Efterklang – Modern Drift

Ein Song für dicke Kopfhörer und Wattebauschwerfereien: Eskapistische Spaziergänge auf dänisch. Moderne Strömungen à la Efterklang: ba bam-bam… bam.

Windhunde – Teil Drei

Grüß Gott, und den Elektro im Ohr. Erzählungen zwischen Nieder- und Oberbayern, mit Exzess und Extase gegen Tragik und Tristesse. Die zweite große Geschichte, das Finale:

Windhunde – Teil Drei

Neue Bekannte (spzl edtn): Das verbotene Tape

“Outtakes” und ein letztes Mal Göteborg: All das, was uns die Gema-Wirtschaft verwehrte – in 16 Einzeldownloads. So von Jose Gonzalez über Audrey bis Afraid of Stairs.

Klangraum Vol. 3: Göteborg

Wie klingt Schwedens zweitgrößte Stadt? – 15+1 x Musik aus Göteborg zum Gratisdownload. English Version.

Wortraum Göteborg / Texttape Göteborg

Aus kurz oder weit, Worte zum Klang: Göteborg aus den Perspektiven dreier verschiedener Schreiber – unter anderem aus der Oskar Hanskas, Schwedens Poetry-Slam-Meister des Jahres 2009.

Dienstagsfilm – Jalla! Jalla!

Immer, wirklich immer, wenn ein Film damit beginnt, dass für seinen Helden einmal alles glatt, rund und ruhig zu laufen scheint, kann sich der Zuschauer sicher sein, dass das nur die Rutschbahn ist von welcher der Held bald ins heillose Chaos stürzen wird.

Neue Bekannte (19): Royal Train – Early Snow

Das Geräusch vergehender Zeit: Oscar Jacobsson aus Kristianstad schmilzt das Brummen der Minuten in kühl strömende Ambienttracks.

Das vorletzte Schwedenwochen-Sonntags-mp3.

Gute Dinge wachsen lassen.

Neue Bekannte, Dauergäste: Ein paar mal kamen in den letzten Wochen Bands des schwedischen Knoppar-Labels in unserer Sonntags-Rubrik vor.

Keine Namen, keine Zwänge, viel Vertrauen; etwas wachsen lassen: Ein anonymes Interview: “Wer sich für gute Musik interessiert, wird früher oder später über Knoppar stolpern”. Vielleicht hier.

Neue Bekannte (18): The Eyeshades – The Riot

Schwedenwochen: Die binnenschwedische Art ein Saxophon zu blasen – Poptradition statt Kalkülschmalz.

Der Riot der Eyeshades zum Gratisdownload. In Teil V der fallen/legen-Schwedenwochen.

Mit dem Fahrrad zum Meer.

Dinge, die die Narbe der Zeit tragen. Wie Fredrik Karlsson Solanders Debütalbum aufgenommen hat, und woher die Bilder in den Songs stammen: Antworten im fallen/legen-Interview.

Schwedenwochen Teil 4: Auf deutsch. And in english.

Dienstagsfilm – Nord

Jomar träumt nicht, er säuft. Säuft und schluckt Tabletten, damit er nicht mehr träumen muss, damit er sich nicht mehr erinnern muss. An die Zeit als er noch Träume hatte, Träume von Abenteuer und Liebe, Träume die zerplatzt sind, als ihn irgendwann das Gewicht der Welt fast zerdrückt hat. Ein Gewicht das gerade in der skandinavischen Einsamkeit so unheimlich schön und unerträglich drückend erfahrbar wird.

Klick.

Neue Bekannte (17): Moscow Olympics – Cut The World

Eine besondere Art Verbindung ist jene, die selbstgewählt ist – oder die sich die Verbundenen scheinbar schicksalhaft selbst ausgewählt hat: die Band Moscow Olympics hat nicht nur ein schwedisches Label, sondern soviele Göteborger myspace-Freunde, dass man falsche Schlüsse über ihre Herkunft ziehen könnte. Dabei kommen die Musiker… von den Philippinen.

Schwedenwochen Teil II, Schweden im Geiste: Moscow Olympics’ Cut The World als Sonntags-mp3.

Nach Sibirien schrumpfen.

Im Sommer 2008 waren Fredrik die Paradiesvögel der Bühnen Südschwedens – oder der gesamten Indieszene: Wild und märchenhaft wuchernde Songarabesken, vorgetragen von einer post-modernen fahrenden Musikantensippe. Zum Auftakt der Trilogi-Europatournee schälen sich gerade noch zwei Menschen aus einem Kombi – und die Live-Exotik der Musik ist aus einem mittelalterlichen Sagenbuch in sibirische Eiswüsten weitergewandert.

Fredriks Zwei-Mann-Europapremiere im Erfurter Stadtgarten: Klick.

Schwedenwochen.

In Schweden regnet es gerade. Es ist neblig, kalt und dunkel. Und wahrscheinlich scheitert in diesem Moment sogar die Ystader Polizei bei der Kriminalitätsbekämpfung.

Als Gegenmittel haben wir unsere Schwedenwochen im Angebot: Den ganzen Februar Interviews, Konzertberichte, mp3s und den Klangraum Göteborg: Solen alltid skiner i nättet. Mehr Programm: Hier.

Dienstagsfilm – Cashback

Auch in Cashback träumt ein Junge von Frauen – von nackten Frauen. Zweifelsohne ein perverser Skandal und ein Grund diesen Text weniger als ein Review, denn als eine kleine Erwiderung an jene, die in diesem verträumten Film unbedingt eine machochistischen Porno sehen wollen, zu gestalten.

Nackte! Frauen!, ein bisschen Geschlechterphilosophie und der Trailer nach dem Klick.

Schall und Wahn: Neue Episoden.

Die Tocotronic 10-Tages-Bilanz: 18 Durchläufe. Und einmal auf schillerndem Teppich ganz bei sich sein.

Schall und Wahn und Worte, Kritische Theorie für die Ohren: das Kurzreview.

Neue Bekannte (16): Sykur – Sykur

“All we know about this band called Sykur is that they’re from Reykjavik, their name translates to “sugar”, they’re completely geeked out laptop electronica heads, they come off as terribly young and not so bad looking…“ schrieb der „the culture of me“-blog Ende 2008. Wesentlich weiter ist die Forschung in der Zwischenzeit nicht gekommen.

Die letzten Sonntags-mp3s des Januar: Sykur und Swedish Snowboard Girl von Sykur.

Windhunde – Teil Zwei

Grüß Gott, und den Elektro im Ohr. Erzählungen zwischen Nieder- und Oberbayern, mit Exzess und Extase gegen Tragik und Tristesse. Die zweite große Geschichte:

Windhunde – Teil Zwei

Dienstagsfilm – Science of Sleep

Orientierungslos und unsicher, es scheinen diese zwei Adjektive zu sein, die viele Männer Anfang 20 am Beginn dieses Jahrtausends passend charakterisieren. Sie treffen ebenso auf Xavier zu, den wir letzte Woche begleitet haben, wie auf Stéphane, der uns diese Woche begegnet. Stéphane den Träumer, der sich nach dem Tod seines Vaters fast total in die kindliche Welt seiner Phantasie zurückgezogen hat und es von dort wohl nie zu Protagonisten in einen Film geschafft hätte, wären da nicht seine Mutter, Frankreich und Stéphanie.

Der Dienstagsfilm – Science of Sleep, mit Text, Bild und Trailer nach dem Klick.

Neue Bekannte (15): Well Done, Jackson Pollock – Untitled #2

Sie sind “sechs, sieben oder neun” an der Zahl, haben im Internet keine Namen, und werfen für die ersten Myspacetracks verdammt weit. Vielleicht sogar schon “groß”, der Wurf. Well done, Well Done, Jackson Pollock. Von der Band wird noch zu hören sein.

Zum Beispiel: in Ausgabe #15 des Sonntags-mp3s. Gleich hier.

Dienstagsfilm – L’Auberge Espagnole

Man muss ja auch nicht immer verlorengehen, auf so einer Reise. Vielleicht, vielleicht ist man anfangs etwas orientierungslos und unsicher auf was man sich da eingelassen hat. Nachdem man sich aber dann auf Land und Leute eingelassen hat läuft im Allgemeinen doch alles turbulent bis glatt, man verliert ein wenig und gewinnt umso mehr. Willkommen auf der größten Reise in Xaviers Leben, willkommen in seinem ERASMUS-Jahr in Barcelona, willkommen in L’Auberge Espagnole.

Trailer, Bilder und ein bisschen Analyse nach dem Klick.

Neue Bekannte (14): A Perfect Friend – Sail The Soil

Computersounds im Holzgehäuse: A Perfect Friend umarmen kühles Modernes und warmes Menschliches.

Das Sonntags-mp3 Nummer 14.

Dienstagsfilm – Terminal

Als Bill Murray letzte Woche auf einer Reise nach Japan verloren ging, so bezog sich diese Verlorenheit weniger auf den räumlichen denn vielmehr auf den inneren Aspekt dieser Verlorenheit. Bei aller Midlifecrisis, Einsamkeit und defekter Kommunikation waren er und der Zuschauer sich doch einer Sache klar: woher er kommt und wohin er geht. Aus dem fernen Amerika direkt in die melancholische Kulisse eines Hotels in Tokyo, Japan. Anders Tom Hanks in Steven Spielbergs Terminal, dem auf dem Flug über den Atlantik, buchstäblich das Herkunftsland auf Grund eines Bürgerkrieges abhanden kommt. Ein Umstand die auch die Einreise in sein Zielland, die USA, unmöglich macht. Bis auf weiteres sitzt er also fest in der Exterritorialität des Flughafens und dessen Terminal.

Mehr Plot, Analyse und Trailer nach dem Klick.

Neue Bekannte (13): The Kleptones – Uptime / Downtime

The Kleptones understand that recycling musical styles is a pop tradition that’s older than the blues.[1]

- sprachens und hauen der Welt kurz nach Neujahr ein bombastisches Mashup-Doppelalbum um die Ohren. Umfassender und abgedrehter als auf Uptime/Downtime wurden die letzten 50 Jahre Popgeschichte wohl selten recycelt.

Dienstagsfilm – Lost in Translation

Ewige Tage verlebt auch Bill Murray in Tokio. Einsam in einem fremden Land, locked in through the inability to communicate, nicht nur auf einer sprachlichen sondern auch kulturellen Ebene. Er ist im wahrsten Sinne des Wortes “Lost in Translation”, stranded in a strange country with a strange culture and language, unsicher und tapsig wie ein junger Hund.

Der Dienstagsfilm: Lost in Translation.

Neue Bekannte (12): Letting Up Despite Great Faults – Our Younger Noise

Wie wir klangen: Die Westküsten-Shoegazer Letting Up Despite Great Faults haben 2009 ein paar der gelungensten Songs ihren Genres abgeliefert. Und den traum-haftesten Song für den ersten Sonntag im Jahr 2010.

Das erste Sonntags-mp3 2010: Our Younger Noise.