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Dienstagsfilm – So finster die Nacht

von Mario Wimmer

Dienstagsfilm – Wir stellen euch an dieser Stelle jeden Montag einen besonderen Film vor. Einen Film von dem wir denken, dass er euch während eines gemütlichen DVD-Abends begeistern könnte.

Einer der vielleicht besten Filme des letzten Jahres war wohl So finster die Nacht von Tomas Alfredson. Der schwedische Titel, Låt den rätte komma in, lass (nur) den Richtigen herein, verweist bereits auf die Thematik des Filmes: Gemäß der sie umrankenden Mythen können Vampire einen Raum nämlich nur dann betreten, wenn sie hereingebeten wurden.

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So finster die Nacht ist also ein Vampirfilm – und nichts könnte zu falscheren Vermutungen über seine Figuren, Themen und Handlung führen als diese simple Genrezuordnung. Tomas Alfredson gelingt es mit seiner Geschichte über den 12-jährigen Oskar und seine Freundschaft zu dem Vampirmädchen Eli das Vampirtopos auf interessante und unverbrauchte Weise zu variieren. Was nämlich – und erneut spielen uns Erwartungen und Konventionen einen Streich – auf Grund der knappen Figurenbeschreibung klingt, wie eine kindgerechte Neuverfilmung des “Kleinen Vampirs”, ist in Wirklichkeit ein erstaunlich kühl und sachlich erzählter Horrorfilm in der unvergleichlichen Kulisse des winterlich dauerdämmrigen Schweden.

Spätestens dann Pflicht, wenn erster Schnee in klarschwarzen Winternächten unter den Füßen knirscht.

So finster die Nacht (Låt den rätte komma in) | Tomas Alfredson | Kåre Hedebrant, Lina Leandersson | 2008 | EFTI, MFA Filmdistribution | imdb, Wikipedia

Bild: MFA Filmdistribution

2 Kommentare!

  1. tobi Am 22. November 2009 um 02:13 Uhr.

    toller film, tolle geschichte. toll gemacht.

    nur die tolle umsetzung ist manchmal ein stück zu krass.
    :)

  2. Mario Wimmer Am 15. December 2009 um 13:40 Uhr.

    Warum zu krass? Ist doch noch relativ wenig explizit, oder?